Giraffidaegiraffen und Okapis

Diese Familie umfasst nur zwei lebende Arten, die Giraffe und das Okapi. Diese beiden sehr unterschiedlichen Tiere sind auf Subsahara-Afrika beschränkt.

Giraffen sind groß (okapis) bis riesig (Giraffen); Gewichte reichen von ca. 250 kg bis über 1500 kg. Sie haben lange und schmale Köpfe, dünne Lippen und lange, scheinbar greifbare Zungen. Okapis fehlen jedoch der außergewöhnlich lange Hals und die Beine der Giraffen. Beide Arten haben lange, schmale, vollKlaueFüße, denen seitliche Finger fehlen. Drittes und viertesmetapodialsverschmelzen zu bildenKanonenknochen. Dertarsalsder Giraffen bestehen aus nur vier Knochen:Hacke,Astragulus, verschmolzene naviculare und quaderförmige, verschmolzene Keilschrift. Okapi-Tarsalen sind noch spezialisierter und bestehen aus nur drei Knochen.

Giraffen haben KurzHörnerdieses Projekt von den Parietalen und Frontalen. Diese sind unter Säugetieren einzigartig und bestehen aus knöchernen Kernen (Ossicones), die von pelziger Haut bedeckt sind.



Giraffenschädel haben nicht nur ungewöhnliche Hörner, sondern haben auch keine Sagittalkämme, und sie können raue, verdickte Bereiche in der Nähe der Verbindung der Nasen- und Stirnbeine haben, die sich bei einigen Populationen zu einem dritten Horn entwickeln. Ein postorbitaler Balken ist vorhanden. Die Mandibeln sind sehr lang und schlank. Der Schädel der Giraffe enthält ausgedehnte pneumatisierte Bereiche und ist für seine Größe bemerkenswert leicht. Diese pneumatisierten Bereiche sind beim Okapi viel weniger gut entwickelt.

Die Backenzähne der Giraffen sindSelenodontundbrachydont. Oberer, höherSchneidezähneundEckzähnefehlen. Der untereSchneidezähneund schneidezahnartigEckzähnesind getrennt von denBackenzähneschon sehr langeDiastema. DerZahnformelist 0/3, 0/1, 3/3, 3/3 = 32.

Giraffiden haben einen komplexen vierkammerigen, wiederkäuenden Magen.

Okapis und Giraffen sind in ihrer Ökologie und ihrem Verhalten sehr unterschiedlich. Okapis bewohnen die tiefen Wälder Zentralafrikas. Sie sind Einzelgänger mit relativ kleinen Revieren. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Gras, aber sie grasen auch auf Gräsern. Giraffen sind gesellig und leben in Herden von bis zu 25 Tieren, die große Reviere normalerweise in relativ offenen Savannen bewohnen. Ihr Sehvermögen ist ausgezeichnet (im Gegensatz zu dem von Okapis). Sie sind ausschließlich Browser, die mit ihren langen Hälsen in die Baumkronen greifen, um zu fressen.

Giraffiden tauchten erstmals im frühen Miozän im Fossilienbestand auf.

Technische Charaktere:

Referenzen und zitierte Literatur:

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